Vor fünf Jahren stand ein selbstgebauter Kaffeeröster in einer Traktor-Garage in Obererlbach.
25 Minuten südlich von Nürnberg.
250 Gramm pro Röstung.
15 Minuten drehen für Bohnen, die ungefähr eine Woche reichten.
Mehr Experiment als Businessplan.
Was am 7. Mai passiert ist
Am 7. Mai wurde uns plötzlich klar, was aus Aroma Hoch 3 eigentlich geworden ist.
Unsere Schaurösterei in Obererlbach war komplett gefüllt. Menschen standen mit Cappuccino im Hof, probierten sich durch Kaffees, Wein und Bier und warteten geduldig vor der Espressomaschine auf den nächsten Drink.
Und ganz ehrlich?
Vor ein paar Jahren hätten wir niemals gedacht, dass irgendwann über 120 Menschen wegen unseres Kaffees nach Obererlbach fahren würden.
Irgendwann gegen Nachmittag war klar: 200 Stück Kuchen waren deutlich zu wenig.
Die Schlange an der Espressomaschine wurde immer länger. Zwischen Röster, Kaffeesäcken und Siebträgermaschinen standen Stammkunden, Menschen aus der Region, Urlauber vom Brombachsee und Altmühlsee und viele Besucher, die uns bisher nur online kannten und zum ersten Mal persönlich vorbeikamen.
Und dann war da noch dieser eine Moment:
Der weiteste Gast war extra aus Graz angereist.
Fünf Stunden Fahrt für eine Schaurösterei in Obererlbach.
Irgendwie sagt das alles.
„Aus Kaffee wurden irgendwann Begegnungen."

Angefangen hat alles mit einer einfachen Frage
So sah Kaffee für uns damals aus.
Mit Anfang zwanzig mochten wir Kaffee selbst nicht besonders gerne. Bis Fabian und Markus nach einer Bergtour zufällig in einer kleinen Rösterei in Südbayern landeten.
Dort erzählte Röstmeister Thomas plötzlich dreieinhalb Stunden über Herkunft, Röstung und Geschmack.
Zum ersten Mal schmeckte Kaffee nicht bitter oder verbrannt. Sondern nach Schokolade, Nuss oder reifer Frucht.
Und vor allem entstand diese eine Frage:
Kurz darauf kam Ferdinands Geburtstagsfrage:
„Was wünschst du dir?"
Fabians Antwort war halb Spaß, halb ernst:
Ein Röstkurs.
Der Rest entwickelte sich Schritt für Schritt.
Von der Garage zur Schaurösterei
Markus baute den ersten Röster selbst.
250 Gramm Kapazität. Handbetrieb. In einer Bulldog-Garage.
Die ersten Bohnen gingen an Freunde. Dann an Freunde von Freunden. Irgendwann kamen die ersten Märkte dazu. Danach die ersten Stammkunden.
Ferdi schenkt Fabian einen Röstkurs. Markus baut den ersten Röster: 250g Kapazität, Handbetrieb, Traktor-Garage in Obererlbach. Mehr Experiment als Plan.
Aroma Hoch 3 wird offiziell gegründet. Der erste echte Produktionsröster kommt. Aus dem Experiment wird ein Vorhaben.
Der Vertrieb startet. Märkte im Fränkischen Seenland, erste Stammkunden, erste Gespräche über Kaffee, die mehr werden als Kaffee.
Das Kaffeesortiment wächst deutlich, neue Röstprofile und Herkünfte kommen dazu.
Ein neuer 15-kg-Produktionsröster kommt. Mehr Kapazität, mehr Präzision, ein spürbarer Qualitätssprung.
Ursprungsreise nach Vietnam mit Scout Paul von Cumpa. Mr. Toi, Marian und Kate verändern das Verständnis von Rohkaffee. Parallel Aufnahme von Raritäten mit außergewöhnlichem Fermentationsprozessen.
120+ Gäste, Besucher aus Österreich, volle Rösterei. Und das Gefühl: Wir stehen erst am Anfang.
Heute rösten wir klassische Espressoröstungen, fruchtige Single Origins, Fine Robustas aus Vietnam und wechselnde Raritäten – Kaffees, die man so schnell nicht wieder vergisst.
Specialty Coffee ohne Snobismus
Viele Menschen verbinden Specialty Coffee mit komplizierten Fachbegriffen oder elitärer Kaffeekultur.
Genau das wollten wir nie.
Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen Kaffee entdecken können, ohne das Gefühl zu haben, zuerst alles darüber wissen zu müssen.
Deshalb geht es bei uns nicht darum, ob jemand jede Varietät auswendig kennt.
ohne Snobismus
Für uns bedeutet das: hochwertiger Kaffee ohne komplizierte Fachsprache und ohne Berührungsängste.
Und vielleicht überrascht das viele:
Dass es so etwas in Obererlbach gibt, 25 Minuten südlich von Nürnberg, zwischen Brombachsee und Altmühlsee.
Nicht in einer Großstadt. Nicht in einer Szenelage.
Sondern hier.
Genau das hören wir von vielen Besuchern zum ersten Mal:
„Ich hätte nicht erwartet, hier so einen Kaffee zu trinken."
Und genau das ist unser Lieblingssatz.
Das Erlebnis in der Schaurösterei
Wer zu uns kommt, soll mehr mitnehmen als eine Tüte Kaffee.
Das war von Anfang an die Idee hinter der Schaurösterei.
Bei uns läuft der Röster. Du siehst, wie Rohkaffee zu dem wird, was du später in der Tasse hast.
Du riechst den Unterschied zwischen einer hellen Filterröstung und einem kräftigen Espresso.
Und du kannst einfach fragen, weil niemand erwartet, dass du bereits alles weißt.
Viele Urlauber entdecken uns während ihres Aufenthalts am Brombachsee oder Altmühlsee eher zufällig – und bleiben dann deutlich länger als geplant.
Das freut uns jedes Mal.
Was wir aus fünf Jahren gelernt haben
Perfekt starten musst du nicht.
Wir hatten keinen perfekten Plan. Keine riesige Rösterei. Kein fertiges Konzept.
Nur die Begeisterung für richtig guten Kaffee und den Wunsch, ihn verständlicher und zugänglicher zu machen.
Die letzten fünf Jahre haben uns gezeigt:
Wenn Menschen spüren, dass etwas ehrlich gemeint ist, entsteht daraus oft mehr als man erwartet.
„Aus Kaffee werden irgendwann Begegnungen."
Was als kleine Idee unter Freunden angefangen hat, ist durch euch zu einem Ort geworden, an dem Menschen zusammenkommen, Kaffee probieren, Fragen stellen und manchmal deutlich länger bleiben als geplant.
Danke an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben.
Für eure Besuche.
Für eure Gespräche.
Für eure Empfehlungen.
Für jede Bestellung.
Und für jede Tasse Kaffee, die ihr mit uns trinkt.
Wir stehen immer noch oft in der Rösterei und denken uns:
Verrückt, was daraus geworden ist.
– Fabian, Ferdi & Markus
Alle unsere Spezialitätenkaffees mit klarer Herkunft und ehrlichem Geschmack, direkt im Shop.
Alle Kaffeesorten entdeckenErlebe, wie Kaffee geröstet wird, probiere verschiedene Spezialitätenkaffees und bekomme persönliche Beratung für Vollautomat, Siebträger oder Filterkaffee. Direkt in unserer Schaurösterei in Obererlbach im Fränkischen Seenland nahe Nürnberg.